Netscape 6.x: Geister-Mails entfernen


Wenn Netscape gelöschte E-Mails weiter anzeigt, hilft eine gezielte Aufräumaktion.

Ein Bug sorgt dafür, dass gelöschte E-Mails weiterhin in den Ordnern des E-Mail-Clients von Netscape 6 aufgelistet werden. Ursächlich dafür sind defekte Dateien mit der Endung msf im lokalen E-Mail-Ordner von Netscape.

Diese Dateien enthalten Angaben zur Anzeige der E-Mails, beispielsweise zur Sortierung oder zum Gelesen-/Ungelesen-Status. Die eigentlichen E-Mail-Daten speichert Netscape in reinen Textdateien ohne Endung, etwa inbox oder sent.

Sind defekte msf-Dateien vorhanden, lassen sich E-Mails zwar physikalisch löschen. Die Einträge erscheinen aber weiterhin in den Ordnern, da die Anzeige-Informationen in den msf-Dateien nicht aktualisiert werden.

Um das Problem zu beheben, löschen Sie die msf-Dateien des betroffenen Mail-Accounts. Lokalisieren Sie zunächst den Mail-Ordner Ihres Netscape User-Profils. Unter Windows 9.x ist dies standardmäßig

C:\Windows\Anwendungsdaten\Mozilla\Profiles\[Profilname]\xxxxx.slt\Mail\

Das Element [Profilname] steht hier für den Namen Ihres Userprofil-Ordners. Den darunterliegenden Ordner mit der Endung .SLT erzeugt Netscape automatisch mit einer mehrstelligen Zahlen- und Buchstabenkombination.

Falls nötig, benutzen Sie die Suchen-Funktion von Windows, um das Netscape-Userverzeichnis zu finden. Suchen Sie auf allen Festplatten nach *.msf. Ist die Suche erfolgreich, erscheint in der zweiten Spalte der Trefferliste der Pfad Ihres Netscape-Userverzeichnisses.

Zur Behebung des Problems beenden Sie das Netscape-Programm. Öffnen Sie mit einem Dateimanager den Ordner Mail im ermittelten Userverzeichnis.

Wechseln Sie darunter in den Ordner des Mail-Accounts, bei dem das beschriebene Problem auftritt, beispielsweise pop.t-online.de.

Sortieren Sie die Liste nach dem Dateityp. Markieren Sie alle Dateien mit der Endung .msf in diesem Ordner und verschieben sie in ein beliebiges anderes Verzeichnis.

Starten Sie Netscape mit dem Benutzerprofil, für das Sie die Änderungen vorgenommen haben. Das Programm legt dabei die msf-Dateien automatisch neu an. Das beschriebene Problem tritt nicht mehr auf.
 

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Erschienen in: PC Magazin, Ausgabe 02/2002